Am Südpol kann man in die Ferne schweifen,
Täler, Hügel oder Wellen streifen.
Ringsherum ist nichts als Schnee und Eis,
irgendwie ist alles weiß.

Doch das Wetter spielt verrückt,
es wird wärmer – Stück für Stück.
Es schmilzt die weiße Pracht,
die Pinguine sind aufgebracht!
Wie lange wird es das Eis noch geben,
kann man auch ohne überleben?

Die Not ist groß,
nun muss wirklich einer los.
Herauszufinden, wie andere Tiere leben,
die nicht vom Eis umgeben.

Die Wahl auf Kalle fällt,
der sich auf eine Eisscholle stellt.
Im Frack und mit Furcht im Blick steht er da
und schwimmt direkt nach Afrika.

Das Eis der Scholle schmilzt – schwupps ist sie alle,
das letzte Stück schwimmt der Kalle.
Gerade gelandet am Strand,
kommt etwas angerannt.

„Vorsicht, Platz da!“ schallt es von hinten,
ein Vogelstrauß möchte vorbei sprinten.
Kalle in Panik watschelt umher,
da steckt der Strauß schon im Meer.

„Was bist du für ein komischer Vogel, der nicht schnell laufen kann?“
Kalle mustert diesen von unten nach oben und erwidert dann:
„Was bist du für ein komischer Vogel, der nicht mal schwimmen kann?“
Eine Möwe sieht's und kreischt beide an:
„Was seid ihr doch für komische Vögel, die ihr nicht einmal fliegen könnt!“
Sprach's und flog davon – es sei ihr vergönnt.

Der erste Schreck ist verdaut,
Kalle seinen Augen nicht traut.
Vor ihm Blumen, Blätter, ganze Bäume,
alles so grün und bunt, er glaubt er träume.
Mutig watschelt er los,
seine Abenteuerlust ist riesen groß.